Der Bohm'sche Club, ein Gesellschaftsverein und Männerclub

 

1875 haben sich erstmals ein paar Bevenser Bürger in Clubform zum Kartenspiel zusammengesetzt. Vier junge Leute haben sich damals im Gasthof »Satorti«, Bahnhofstraße 8 in Bevensen, regelmäßig zum Skatspielen getroffen. Es waren der Kaufmann August Lübbers, der Hegemeister Kahl, der Getreidehändler Müller und ein namentlich nicht bekannter Gerichtssekretär aus Medingen.

Sie blieben nicht lange im Gründungsgasthof. Acht Jahre später, 1883, tagt der Club bei Mutter Bohm im Hotel »Deutsches Haus«. Die älteste erhaltene Satzung, datiert vom 4. Januar 1883, gibt dem Club den Namen »Donnerstagsabends-Kegelclub bei Mutter Bohm«.

Viele Jahre war dieser Gesellschaftsverein im Hotel »Deutsches Haus« bei Mutter Bohm beheimatet, auch nach ihrem Tode. Es wurde immer im Sinne der Satzung das Zusammensein gepflegt: »Es ist Sinn der Sache, die Mitglieder im Sommerhalbjahr durch Kegeln und im Winterhalbjahr durch Skatspielen und Knobeln zu unterhalten

Über die vielen Jahre einer wechselvollen Geschichte - es wurden auch sehr häufig die Clublokale gewechselt - trat die Frage, ob Kartenspielen oder Kegeln, völlig in den Hintergrund. Erst 1934 wird der Inhalt des Clublebens zugunsten des Kartenspieles entschieden. In diesem Jahre taucht zum ersten Mal der Begriff »Doppelkopf« auf. Damals hieß es: »In den Winterhalbjahren wird künftig Skat oder Doppelkopf gespielt, im Sommer wird zwar normalerweise gekegelt, aber die Mitglieder können sich jederzeit auch für das Kartenspielen im Sommer entscheiden«.

Erst im Jahre 1951 wird endgültig die Entscheidung getroffen, daß künftig nur noch Doppelkopf sowohl im Winter als auch im Sommer zu spielen ist und dieses durch die Statuten gestützt.

Heute treffen sich 26 Herren, geführt durch einen Vorstand, bestehend aus einem Präsidenten, Vizepräsidenten, einem Lustwart, einem Kassierer und einem Schriftführer, regelmäßig Freitag abends um 20 Uhr in dem derzeitigen Clublokal Bevenser Hof, pflegen die Geselligkeit, das Kartenspiel Doppelkopf und einige Traditionsveranstaltungen, zu der als wichtigste Veranstaltung die Generalversammlung im November eines jeden Jahres gehört.